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Entfernung von Sulfiden/ Schwefelwasserstoff im Faulgas

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Aufgaben
Anwendungsbeispiele
Phosphate eliminieren
Schlamm konditionieren
Zur Entlastung fällen - CSB reduzieren
Seen sanieren
Trinkwasser aufbereiten
Blähschlamm bekämpfen
Entfernung von Sulfiden/ Schwefelwasserstoff im Faulgas
Industrieabwasser klären
Emulsionen spalten
Umgang Umgang

Entfernung von Sulfiden/Schwefelwasserstoff im Faulgas

Schwefel konnte schon im Mittelalter niemand riechen, stand er doch anno dazumal für das Böse. Dem beißenden Geruch und seinem "Verursacher" ist auch in der heutigen Zeit kaum jemand wohl gesonnen. Und das hat durchaus seine Gründe. Schwefelwasserstoff ist eine der unangenehmen Schwefelverbindungen, die in mehr oder weniger starker Konzentration in Faulgas enthalten ist. Die Entfernung daraus gewinnt zunehmend an Bedeutung.

Hier sind die Fakten

Umweltschutz
Schwefelwasserstoff bildet bei der Verbrennung Schwefeldioxid. Die Umweltschädlichkeit von Schwefeldioxid ist unbestritten und in jüngster Zeit in Zusammenhang mit dem "Waldsterben" ausgiebig diskutiert worden.

Schwefelwasserstoff ist giftig. Schon geringe Konzentration in der Umgebungsluft bewirken Kopfschmerzen, Übelkeit und Erbrechen und damit eine Gesundheitsgefährdung des Anlagenpersonals.

Wirtschaftlichkeit
Schwefelwasserstoff hemmt die Faulgasbildung durch toxische Wirkung auf Methanbakterien. Faulgas steht bei vielen Kläranlagen als interessante "alternative Energiequelle" zur Erzeugung von Wärme und elektrischer Energie zur Verfügung. Die optimale Ausbeute durch Ausschaltung hemmender Einflüsse muß daher Ziel dieser wirtschaftlichen Nutzung sein.

Betriebssicherheit
Schwefelwasserstoff bewirkt Störungen beim Betrieb von Gasmotoren und Blockheizkraftwerken (BHKW).
Die Entstehung von Schwefeldioxid bei der Verbrennung führt im weiteren Verlauf zur Bildung von Schwefelsäure. Die Korrosionswirkung von Schwefelsäure ist bekannt. Extremer Verschleiß an den beteiligten Aggregaten ist die Folge. Kessel, Ventile, Kolben, Lager, Zylinderköpfe sind davon ebenso betroffen wie das Abgassystem der Verbrennungsmotoren oder die Faulraumeinrichtungen. Darüber hinaus resultiert daraus eine schnelle Versauerung des Öls, einhergehend mit dem Verlust der Schmierfähigkeit. Ölwechsel müssen in wesentlich kürzeren Abständen durchgeführt werden. Für den störungsfreien Betrieb eines Gasmotors ist ein Sulfidgehalt von unter 1000 mg/m3 erforderlich.

Zur Lösung der Problematik "Schwefelwasserstoff in Faulgas" sind im Laufe der vergangenen Jahre verschiedene Verfahren entwickelt worden. Die heute angebotenen Entschwefelungsanlagen erfordern jedoch neben den Betriebskosten einen z. T. erheblichen Investitionsaufwand.

Ein preiswertes, bequemes und sicheres Verfahren ist die direkte Dosierung von SIDRA Eisen(III)-Lösung in den Faulbehälter.

Das SIDRA Eisen(III) bindet unmittelbar vorhandenes Sulfid und überführt es in eine tiefschwarze unlösliche Ausfällung. Das Fällungsprodukt ist umweltunbedenklich.

Eine Dosierung von SIDRA Eisen(III) kann den Schwefelwasserstoffgehalt in Faulgas auf unter 100 mg/m3 reduzieren. Die benötigte Menge SIDRA Eisen(III)-Lösung kann mit Hilfe der zu entfernenden Sulfidmenge ermittelt werden. Bei Einsatz in Faultürmen ist eine Dosiermenge von ca. 0,4 kg pro m3 Rohschlamm als Richtwert anzusetzen. Bei Anlagen, die eine Phosphatfällung mit SIDRA Eisen(III) betreiben, reicht die Eisenmenge im Schlamm normalerweise aus, um den Sulfidgehalt ausreichend zu reduzieren.

Die Vorteile dieses Verfahrens sind einleuchtend:
  • sichere Arbeitsweise
  • Investitionskosten nur für Lagerung und Dosierung von SIDRA Eisen(III)
  • keine Regenerierung oder Austausch "verbrauchter" Reinigermassen
  • einzige maschinelle Einrichtung: wartungsarme Dosierpumpe, somit geringstmöglicher Personalaufwand
  • keine Entsorgungsprobleme mit belastetem Trägermaterial
  • kurzfristige Einsatzmöglichkeit
  • Der Sulfidgehalt kann bei Fällung mit SIDRA Eisen(III) innerhalb weniger Tage deutlich verringert werden. Ein Versuch mit SIDRA Eisen(III) kann nach Rücksprache mit uns kurzfristig durchgeführt werden.
  • Preiswerte Methode, bei Einsatz von SIDRA Eisen(III)-Lösung, 32,6%ig (sulfatfrei!). Pro m3 Rohschlamm müssen in der Regel weniger als 0,05 EUR aufgewendet werden.
  • Der Faulgasprozeß wird durch diese Fällung nicht negativ beeinflußt, oft erzielt man sogar eine erhöhte Gasausbeute.
Wenn eine Kläranlage an ein weitläufiges Kanalisationsnetz angeschlossen ist, kommt es oft zu Geruchsemissionen aus der Kanalisation.

Hier schafft die Dosierung von SIDRA Eisen(III) in das Leitungsnetz Abhilfe.